Klosterführer (11)

Konventbau

BildDie eigentlichen Klostergebäude umfassen die Kirche von Osten und Süden. Der Ostflügel wurde nach Plänen des Gründers P. Andreas Amrhein 1892 im neugotischen Stil errichtet. Die rasch wachsende Gemeinschaft machte den Bau des Südflügels notwendig, der von Architekt M. Kurz entworfen und 1910/11 in Form eines Jugendstilbaus aufgeführt wurde. Im Westen schließt sich seit 1955 ein von P. Konrad Heckelsmüller geplanter Trakt mit Wohnzellen, Verwaltungsräumen und einem Gästebereich an.

In dieser Anlage sind die Räume untergebracht, die für ein klösterliches Gemeinschaftsleben nach der Benediktusregel erforderlich sind. Im Ostflügel liegt der Kapitelsaal, der als Versammlungsraum der ganzen Gemeinschaft dient: Abtswahlen, Beratungen und Abstimmungen, aber auch geistliche Vorträge finden hier statt. In den anschließenden Räumlichkeiten sind das Postulat und das Noviziat zu finden, wo die jungen Mönche in einer 1½-jährigen Ausbildungszeit auf die Ablegung der ersten Gelübde vorbereitet werden.

BildDer repräsentative Südflügel birgt das Refektorium, in dem – meist unter Schweigen – die Mahlzeiten eingenommen werden. Über drei Etagen erstreckt sich die Klosterbibliothek mit fast 200.000 Bänden, vor allem theologischer und philosophischer Literatur. Ihr benachbart ist die klösterliche Kranken- und Pflegeabteilung, in der kranke und alte Mitbrüder von speziell ausgebildeteten Mönchen versorgt werden. Der elegante Verbindungstrakt zur Kirche birgt das Missionsmuseum, die Sakristei und den sogenannten Statiogang, auf dem sich die Gemeinschaft vor den Gottesdiensten sammelt.

Dieser Konventbau ist der eigentliche Lebensraum der Mönchsgemeinschaft. Er bildet den Klausurbereich, der für Besucher nicht zugänglich ist. Als Auskunfts- und Vermittlungsstelle öffnet sich die Klosterpforte zum Kirchplatz hin. Hier können Kerzen und Andachtsgegenstände zur Segnung hinterlegt werden. Der Klosterpförtner nimmt Meßintentionen an.

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