Unser Kloster

BildIn über hundert Jahren seit der Gründung hat sich St. Ottilien zur heutigen weit ausgedehnten Klosteranlage entwickelt. Mittelpunkt für den erfüllenden Austausch der Mönche mit Gott ist die Klosterkirche, die dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht ist. Der neugotische Bau mit seinem imposanten Vierungsturm wurde nach den Plänen des Münchner Architekten Hans Schnurr errichtet. Die schlichte Architektur und die dezente Farbgebung im Innern tauchen die Kirche in eine stille und erhabene Feierlichkeit.

Die Abteikirche von St. Ottilien ist zwar keine Pfarrkirche, aber dennoch kommen zu den Gottesdiensten viele Gäste, die eine würdige Liturgiefeier oder den gregorianischen Choral bei der sonntäglichen Eucharistiefeier schätzen.

BildIm Süden und im Osten wird die Kirche von den eigentlichen Klostergebäuden gesäumt. Darin finden sich der Kapitelsaal, in dem Beratungen, Abstimmungen und Vorträge stattfinden, Postulat und Provinziat, wo die jungen Mönche auf die Ablegung ihres ersten Gelübdes vorbereitet werden und das Refektorium, in dem meist schweigend die Mahlzeiten eingenommen werden.

Im Westen schließt sich ein Trakt mit Wohnzellen, einem Gästebereich und Verwaltungsräumen an. Neben der Pforte befindet sich der Eingang zum Missionsmuseum. Auf einer Anhöhe nördlich der Abteikirche liegt die schmucke Barockkapelle des ehemaligen Emminger Guts, die schon im Mittelalter eine Wallfahrtsstätte der heiligen Ottilia war. Zur Klosteranlage gehört auch das nur zum Teil erhaltene Emminger Schloss und ein Exerzitienhaus, in dem seit 1912 Exerzitien angeboten werden. Zur Aufnahme von Gästen, die an Einkehr- oder Meditationstagen teilnehmen, dient auch das Ottilienheim. Der Gebäudekomplex, der sich im Osten bis zu der reizvollen Bahnstation an der Strecke Weilheim-Augsburg erstreckt, beherbergt das Rhabanus-Maurus-Gymnasium, ein Internat und ein Tagesheim. Von der eigenen Hände Arbeit leben, ist benediktinische Grundregel. Die Mönche von St. Ottilien bewirtschaften ein 200 Hektar großes landwirtschaftliches Anwesen mit Ackerbau, Rinderzucht und Milchwirtschaft, Schweinemast und Hühnerhof. Zusammen mit den Produkten aus der Klostergärtnerei und den Obstgärten wird eine autarke Versorgung für Mönche und Gäste angestrebt, was übrig bleibt, wird vermarktet. Auch was das Handwerk anbetrifft, ist das Kloster kaum auf fremde Hilfe angewiesen. Von Schreinerei über Metzgerei und Elektrowerkstatt bis Bäckerei und Landmaschinenwerkstätte ist alles vorhanden. Bekannt ist der EOS-Verlag, den es schon seit Klostergründung in St. Ottilien gibt und von dessen Druckerzeugnissen es viele im Klosterladen zu kaufen gibt.