Es ist Muttertag

KonzertTrio Vox Humana
Orgel: Prof. Marlene Hinterberger
Sopran: Raphaela Hinterberger
Bariton: Daniel Hinterberger

Obwohl der Muttertag, den es seit nunmehr 100 Jahren gibt nicht aus religiösen Gründen eingeführt wurde, hat er doch religiöse Wurzeln. Mütterlichkeit ist auch ein Bild für Gott. Er ist ein Feiertag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Wir kennen Gott zwar eher als Vater und verbinden damit oft Strenge, doch es gibt auch eine andere Seite, Gott ist uns Menschen auch in mütterlicher Weise zugetan. So erfahren wir vor allem auch durch den Einsatz und die Fürsorge der Mütter seine Liebe. So soll der Muttertag uns grundsätzlich zu einer dankbaren Haltung den Müttern und auch Gott gegenüber ermutigen. Denn unsere Kinder sind ein Geschenk des Himmels. Durch sie wird unser Leben reicher und schöner. Möge Gott seine schützende Hand über unsere Familien halten. Mit Maria, der Mutter Gottes, setzen wir unser Vertrauen auf den gütigen Gott. Wenn er auf uns schaut und für uns sorgt wie ein guter Vater, wie eine liebende Mutter, können wir froh und in Frieden leben. Denn als der Engel zu Maria kam und ihr die Gnade Gottes zusagte, hat Maria ihn empfangen mit einem Herzen voll Vertrauen. An ihr können wir sehen, wie stark und voller Segen das Leben sein kann, wenn ein Mensch auf Gott vertraut. Sie durfte erleben, dass Gott Jesus rettet aus dem Dunkel des Todes. Weil Jesus auferstanden ist, können auch wir dem Leben vertrauen. Wir dürfen uns am Leben freuen, auch wenn nicht alles nach unseren Wünschen verläuft, denn wir sollen darauf vertrauen, dass Gottes Liebe alles zum Guten wenden wird. Wir halten uns fest an dem Versprechen Gottes, uns aus Dunkel und Tod zu befreien. Jeder von uns weiß, wie einzigartig der Trost einer Mutter ist. Und so dürfen wir Maria als unsere Mutter anrufen, seitdem unser Herr vom Kreuz herab zwischen ihr und Johannes eine Mutter- und Sohn Beziehung herstellte. So vermag sie in ganz besonderer Weise zu trösten, weil sie mehr als andere gelitten hat. Man bedenke, dass Maria ihrem Sohn mit unaussprechlicher Liebe zugetan war. Wahrlich, sie ist das Speculum Justitiae, der Spiegel der göttlichen Vollkommenheit. Wenn die Natur wieder grünt und erblüht, gedeiht auch eine besondere Form der Spiritualität wieder, die Maiandacht. In einem Marienbüchlein von 1692 wird der Vergleich zwischen Maria und dem Frühling gezogen: „ Maria ist ein lieblicher Frühling, indem sie uns den prächtigen Tau und warmen Gnadenregen gebracht hat. Sie ist ein lieblicher Frühling, indem sie der in Todesnacht liegenden Welt die erquickende Lebensblum hervorgebracht hat. Sie ist ein anmutiger Frühling, bei dessen Ankunft allerhand wohlriechende Blumen zu blühen anfangen. Hierin liegen wohl Anfang und Begründung der Tradition. Den ganzen Mai hindurch tägliche Gebete der Mutter Jesu zu weihen. Als erste und schönste Blüte der Erlösung – als Frühling des Heils – gilt in der Katholischen Spiritualität die Gottesmutter – wie passend für den Blumenmonat.

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Veranstaltungsdatum
10.05.2020 - 15:30