„KulturRäume zwischen Lech und Ammersee”

Pater Stefan Kling OPräm (Glockensachverständiger der Diözese Augsburg)
Pater Tobias Merkt OSB
Bruder Odilo Rahm OSB
Helene von Rechenberg (Orgel)


Am 30. Juni 2013 begingen wir das Jubiläum des 110. Jahrtages der Weihe der Klosterkirche Zum Heiligsten Herzen Jesu. In Verbundenheit mit dem gemeinsamen Leben nach der Regel des hl. Benedikt ist die Kirche unser spiritueller Mittelpunkt und der Mittelpunkt des klösterlichen Gebäudeensembles. Dieses schöne und gelungene Ensemble wollen wir pflegen und erhalten. Unsere schöne und sehenswerte Klosterkirche verpflichtet zu deren Erhalt und die Arbeit geht dabei nie aus.  Die umfassenden Korrosionsschäden an den Tragwerkselementen am Glockenstuhl aus Stahl machen dessen Austauschdurch eine Konstruktion in Holzbauweise erforderlich. Dies hat auch eine deutliche Verbesserung im Klangbild des Geläutes zur Folge. In diesem Zusammenhang nutzen wir die Gelegenheit, unser 8stimmiges Geläut um eine 9. Glocke im Ton a1 (ca. 420 kg) abzurunden. Der Nachmittag gilt ganz unserem Kirchturm und seinem Innenleben. Wir möchten so ein herzliches Danke sagen, für ihre Verbundenheit mit uns und die auf vielfältige Weise gewährte Hilfe. – Jubilate Deo. Programm Mit dem Motivläuten und dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier wollen wir Gott für seinen Schutz bei der Ausführung der umfangreichen Sanierungsarbeiten am Kirchturm danken und um Hoffnung  und Zuversicht bei der Umsetzung aller zukünftigen Aufgaben bitten. Die beiden Instrumente des Konzertes sind diejenigen, die unsere Gottesdienste im Verlaufe des Jahres mitgestalten helfen: die Sandtner-Orgel aus dem Jahre 1994 und das große, auf 9 Stimmen erweitere Geläute. Das große Geläut ist Ausdruck der Glaubensfreude. Unser heiliger Ordensvater schreibt in seiner Regel: „Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen“. Das bringen wir in einer feierlichen Liturgie zu Ausdruck. Unser Geläut stellt in gewisser Weise eine Besonderheit dar. Es besteht aus der Hand eines Gießers Karl Czudnochowsky (Erding), der es in den Jahren 1949 und 1950 für St. Ottilien angefertigt hat. Unser Neuzugang der nunmehr neunten Glocke „Glaubenszeugen“ ist eine musikalische Zierde. Sie wurde in der traditionsreichen Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen. Sie rundet mit dem Nominalton a1 das Geläut im oberen Tonbereich ab. So kann als Teilmotiv das berühmte Parsifal-Motiv (auch Idealquartett genannt) erklingen.

Nähere Infos zum Ensemble und den Auftritten auf der Homepage: http://acappellaammersee.jimdo.com/

Veranstaltungsdatum
28.06.2020 - 13:00