„Ludus de nato Infante mirificus” von Carl Orff

orffLudus de nato Infante mirificus (wundersames Spiel von der Geburt des Kindes) ist ein Weihnachtsspiel von Carl Orff. Es wurde am 11. Dezember 1960 am Württembergischen Staatstheater Stuttgart uraufgeführt. Der Träger des Geschehens ist vorwiegend die bairische Sprache, die bildhaft und hintergründig die tiefen Dimensionen des Weihnachtsgeschehens erlebbar macht. Handlung: In einer Felsenhöhle sitzen die Hexen, die vergebens versuchen, durch Wetterzauber und Bannsprüche die in den Sternen angezeigte Geburt Christi zu verhindern. Hirten stapfen durch den hohen Schnee, sie sehen einen Mann und eine Frau auf einem Esel und treffen andere Hirten. Alle finden in einem »Wetterloch« Unterkunft und Schlaf. Mitten zwischen die guten Mächte (verkörpert durch die unsichtbaren Engel) und die Mächte des Bösen (verkörpert durch die Hexen) ist der Mensch eingespannt. Er begegnet uns in der vertrauten Gestalt des Hirten und hat sich, von der Botschaft angerührt, zwischen Glaube und Unglaube zu entscheiden. In Träumen erleben zwei der Hirten den Zug der Heiligen und die Geburt im Stall. Sie brechen auf, um diesen Stall und das Kind zu suchen. Kinder kommen mit brennenden Kerzen über ein Schneefeld. Sie antworten den Engelschören und preisen die Blumen, das Licht und das Wunder. In der Höhle erscheinen noch einmal die Hexen, sie verkriechen sich aber, bis sie ihre Stunde, die der Kreuzigung, gekommen glauben. In der Unterkirche der Klosterkirche in St. Ottilien wird das Weihnachtsspiel halbszenisch zu sehen sein. Der Chor ottiliAcappella stellt den Hexenchor dar, der mit bairischen und lateinischen Zaubersprüchen die Ankunft des Lichtes zu verhindern versucht. Den Dialog der Hirten liest Alex Dorow. Kinder aus dem Kinderheim St. Alban in Dießen begrüßen die Frühlingsblumen, die durch das Wunder der Christnacht erblühen.

www.orff.de/orff-schulwerk.html

Veranstaltungsdatum
13.01.2019 - 15:30
Veranstaltungsdatei