„Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“

KonzertProf. Norbert Düchtel (Orgel) Alex Dorow (Sprecher)

Die Sieben letzten Worte Jesu Christi werden in den vier Evangelien des Neuen Testaments überliefert. Diesen während der Kreuzigung ausgesprochenen Sätzen werden im Christentum besondere Bedeutung beigemessen. Die katholische Kirche bezeichnet diese Aussprüche offiziell als Sieben Letzte Worte und stellt sie parallel zur Passionsgeschichte in eine zeitliche Abfolge. Eine andere Bezeichnung ist Sieben Kreuzesworte. Traditionelle Reihenfolge „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34 EU) „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,43 EU) „Frau, siehe, dein Sohn!“ und: „Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27 EU) „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34 EU; Mt 27,46 EU) „Mich dürstet.“ (Joh 19,28 EU) „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30 EU) „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46 EU)

Der Komponist und sein Werk 1785 oder 1786 erhielt Joseph Haydn, bereits eine europäische Berühmtheit, von einem Domherrn der Kathedrale in Cádiz (Spanien) den Auftrag übermittelt, als Fasten-, Karfreitags- bzw. Passionsmusik ein Orchesterwerk zu schreiben, dessen Sätze die (in allen vier Evangelien zusammen überlieferten) Sieben letzten Worte Christi am Kreuz darstellen. Dazwischen sollte der Bischof diese Worte rezitieren und über jedes von ihnen eine Meditation halten. Die Feier fand nicht in der Kathedrale, sondern in der unterirdischen Höhlenkirche Santa Cueva statt. Dies berichtet G. A. Griesinger in dem nach Haydns "ipsissima verba" verfassten, aber von Haydn persönlich unterzeichneten Vorwort des Oratoriendruckes aus dem Jahre 1801.

Veranstaltungsdatum
19.04.2019 - 10:00