Festliches Orgelkonzert zum Benediktusfest

KonzertDer 11. Juli wurde im Frankenreich seit dem 8. Jahrhundert als der Tag der Übertragung der Reliquien des heiligen Benedikt in das Kloster Fluery begangen. Diese Übertragung hat vermutlich um 673 stattgefunden. Der Festtag entwickelte sich im Verlauf der Zeit zum zweiten Hochfest, neben dem 21. März an dem wir das Fest des Heimgangs unseres Heiligen Benedikt feiern. Mit der Erhebung des Hl. Benedikt zum Patron Europas im Jahre 1964 hat der 11. Juli die Gewichtigkeit für die Gesamtkirche erhalten. Der hl. Benedikt ist uns Beispiel für ein Leben in beständiger Gottsuche. Benedikt ist von Beruf Gottsucher. Er lebt seinen Beruf auf dem Weg der Nachfolge des Gottes-Sohnes Jesus Christus aus der Finsternis zum Licht, dem Lumen Christi. Am Ende seiner Tage steht er mit ausgebreiteten Armen, gestützt von den Mitbrüdern, vor seinem Gott und übereignet sich seiner barmherzigen Liebe. Benedikt wird zum lebendigen Zeichen der Kraft des Kreuzes, ein Tod der zum Leben führt. Sichtbares Zeichen unserer klösterlichen Gemeinschaft ist die schöne Abteikirche, die dem Allerheiligsten Herzen Jesu geweiht ist. Hier finden im Gottesdienst das klösterliche Leben und das Miteinander mit den Menschen die zu uns kommen im umfassenden Sinne statt. Der Kirchenbau steht für den Aufbruch der jungen Gemeinschaft, beständig gesendet zu sein. Bereits ein Jahr nach der Bestätigung von St. Ottilien als Priorat lagen die Pläne vor und der Bau konnte mit der Grundsteinlegung im Jahr 1897 beginnen. Zwei Jahre später war der Bau fertiggestellt und mit der Segnung als Ort des Gottesdienstes genutzt werden. Zum sechsten Mal jährt sich das Orgelkonzert zum Benediktusfest und Helene von Rechenberg freut sich, Ihnen festliches Orgelkonzert präsentieren zu dürfen. Im Zentrum des Programms steht die Verherrlichung der Dreifaltigkeit. In Bachs großartigem Werk wird die Theologie der Dreifaltigkeit musikalisch und thematisch dargestellt und verarbeitet, dies ist vor allem in der Tripelfuge deutlich hörbar. Messiaen beschreibt die Auferstehung der Gläubigen – unsere letzte Heimat wird in der Ewigkeit der himmlischen Dreifaltigkeit sein. Regers Benedictus bezieht sich zwar nicht direkt auf den hl. Benedikt – es ist eher der 2. Teil des Sanctus, erzeugt aber durch seine Zartheit eine himmlische Atmosphäre und verbindet somit Himmel und Erde. Das Te Deum hingegen ist wieder reiner Lobpreis Gottes. Die beiden Fantasiestücke Viernes schließen das Konzert ab: Etoile du soir – Abendstern, ein beruhigendes Abendlob, bevor die lebensfrohe, spritzige Toccata nochmal zum letzten Jubel anstimmt. Inmitten des Klosterfestes schafft das Orgelprogramm in der Kirche, einen Moment des Ausschnaufens und der Besinnung im Festtrubel.

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Veranstaltungsdatum
14.07.2019 - 14:00