Festliche Chormusik aus Venedig

KonzertChormusik für 1 bis 12 Stimmen in 1 bis 3 Chören Hintergrund Chormusik aus sechs Jahrhunderten steht auf dem Programm dieses Konzertes. Venezianische Komponisten und „Freunde“, die den mehrchörigen Kompositionsstil aufgegriffen haben hat der Lassus-Chor München in diesem Jahr mitgebracht. In dieser Musizierpraxis wird der Raum von verschiedenen Positionen aus mit Musik erfüllt. Es offenbart sich ein neues Phänomen – der spannungserfüllte Klangraum. Heute würde man sagen: Dolb-surround. Der Zuhörer befindet sich dabei im Zentrum des musikalischen Geschehens, das ihm durch die Intensität der Musik ein aktives Hörerlebnis eröffnet. Er ist Teil des Raumes und wird Teil des Klangs. Das Erleben der menschlichen Stimme, der spirituelle Gehalt der Musik, das Geheimnis der Resonanz werden zum Geschenk für Ausführende wie Zuhörer gleichermaßen. Der Spannungsbogen, den die „nur“ vierstimmigen Werke schaffen, macht zusammen mit romantischer und zeitgenössischer Chorliteratur den besonderen Reiz dieses Konzertes aus.

Über die Mehrchörigkeit

Mehrchörigkeit – Dolby-surround des 16. Jahrhunderts In dieser Musizierpraxis wird der Raum von verschiedenen Positionen aus mit Musik erfüllt. Es offenbart sich ein neues Phänomen – der spannungserfüllte Klangraum. Der Zuhörer befindet sich dabei im Zentrum des musikalischen Geschehens, das ihm durch die Intensität der Musik ein aktives Hörerlebnis eröffnet. Er ist Teil des Raumes und wird Teil des Klangs. Das Erleben der menschlichen Stimme, der spirituelle Gehalt der Musik, das Geheimnis der Resonanz werden zum Geschenk für Ausführende wie Zuhörer gleichermaßen. Die Entstehung des mehrchörigen Stils im 16. Jahrhundert hatte verschiedenste Gründe, die einerseits in praktischen Notwendigkeiten, aber auch in der allgemeinen geistig-kulturellen Situation lagen. Ausgangspunkt war San Marco in Venedig, wo sich infolge zahlreicher Emporen und Umgänge geradezu ideale Aufstellungsmöglichkeiten für Orgeln, Solisten, Instrumentalisten- und Sängergruppen boten. Das zunehmend feierliche Zeremoniell des kirchlichen und weltlichen Lebens erforderte eine repräsentative "Festmusik". Auch die Forderungen des Humanismus und der Gegenreform nach Textverständlichkeit und Würde im Ausdruck fanden ihren Niederschlag. Von besonderer Bedeutung war zudem, dass man im Hochgefühl der Renaissance und ihrer Entdeckung des Raums lebte. Das Bewusstsein der dritten Dimension durchdringt alle Gebiete des Lebens und der Kunst.

www.lassuschor.de

Veranstaltungsdatum
21.07.2019 - 15:30