Requiem – Gedenken in Liebe, ein Tango

„Eine Komposition von Michaela Dietl für Akkordeon-Ensemble, Sopran, Violine und Alphorn

Einmal träumte mir ein Bild vom Leben
Einmal träumte mir ein Bild vom Tod
Was gestern dunkel schien
es leuchtete auf eine Weise
das meine Augen bannte
und mein Herz erhob
im Kreise sah ich meine Lebensreise
wie eins ins andre freundlich übergeht
da hörte ich das Glück der Welt so leise
dass ich im Innersten erbebt
und alles was verfahren
kam in seine Gleise
und jeder Handgriff wurde zum Gebet
und jeder Handgriff wurde zum Gebet
(Ausschnitt eines Liedtextes von Felix Eder)

Obigen Text von Felix Eder hat Tonkünstlerin Michaela Dietl in Worten und Klängen zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens erweitert. Über die sparsam gehaltenen Liedtexte hinaus, setzt Dietl mit dem Klang ihres Akkordeon-Ensembles ihre Vision des „Stirb und Werde“ um, verstärkt durch Violine (Gundula Ebert) und punktuell ergänzt durch den Lebensatem eines Alphorns (Fritz Mosshammer), immer dort, wo die Komposition fast unerträglicher Tiefe bedarf, aus der sich wiederum die Gesänge zweier Sopranistinnen emporschwingen (Beatrice Greisinger und Anna-Maria Bogner). Das Wissen um die Endlichkeit ihres Lebens verarbeitet Dietl in Tango-Rhythmen, die hier den „kleinen Tod“ symbolisieren, als Generalprobe für den „großen Tod“. Dessen Endgültigkeit verkörpert im Finale Tänzerin Viorica Prepelita, mit einem kontrastierenden „Tanz des Lebens“.

www.michaela–dietl.de

Veranstaltungsdatum
02.11.2019 - 15:30