Der Geist ist`s, der lebendig macht!


Geistliches Konzert für Orgel
Markus Oberniedermayr, Orgel
Hintergrund
Der Geist ist es, der lebendig macht. Der Osterjubel hat
uns ergriffen und die 50 Tage bis zum Hohen Pfingstfest
getragen. Mit dem lebendigen Geist des Pfingstfestes erfüllt
hören wir die Kantate von Johann Kuhnau „DARAN ERKENNEN
WIR, DASS WIR IN IHM BLEIBEN“.
Pfingsten ist das Fest der Morgenröte – Verwandlung der
Finsternis der Nacht in das Licht des Tages.
Das Pfingstfest ist ein Fest, das uns die Hoffnung
schenkt, der Heilige Geist stärke und leite die Gemeinschaft
all derer, die unseren Herrn als den Kyrios bekennen. Pfingsten:
Sendung des befeuernden, tröstenden, verbindenden
und weitenden Gottesgeistes, umwälzendes Geschehen am
Ursprung der Kirche. Pfingsten ist das Freudenfest unserer
weltumspannenden Kirche, die offen ist für Gottes eigenen
Geist.
Pfingsten beginnt, wenn alle an einem Ort sind. Es geht
darum, dass die zusammenkommen, die als Gleichgesinnte
am einen Strang des Glaubens ziehen. Das ist der Erwähnung
wert. Für uns Menschen ist es leider ungewöhnlich,
dass wir zusammenarbeiten und einander unterstützen. Warum
ist das eigentlich so? Irgendwie unerklärlich, das Ganze.
Es gehört zu den Rätseln unseres Daseins. Pfingsten beginnt
dort, wo wir den Geist und seine Kraft als gottgeschenkte
Eintracht erkennen. Es ist der Ort, wo wir uns verstehen
können und wollen.
Pfingsten können wir als ein Gottesgeschenk im Geist
der Eintracht verstehen. Wenn Geschenke uns nicht gefallen,
dann tauschen wir sie um. Der ist kein auf den ersten Blick
gefälliges Geschenk. Der Geist ruft uns zur Verkündigung,
mahnt zur Vergebung, wenn er uns immer wieder aus der
Bequemlichkeit aufrüttelt. Zu dumm, dass Gottes Geist
vom Umtausch ausgeschlossen ist. Er beschenkt jeden von
uns, persönlich. Ein Weiterreichen oder Wegpacken geht da
nicht.
Die Liturgie des Hohen Pfingstfestes beinhaltet eine
herrliche Sequenz an den Heiligen Geist. Die Sequenz macht
deutlich, dass der Heilige Geist gleichsam den Kontrast des
Lebens darstellt: Er erleuchtet die Nacht, speist die Hungrigen,
tröstet die Trauernden, heilt die Verwundeten. Die
Geisteskraft ist überall dort tätig, wo Menschen geholfen
wird, wo sie nicht alleine bleiben.
Der Geist ist`s, der lebendig macht und er wehr, wo er
will.
www.markusoberniedermayr.de

Veranstaltungsdatum
23.05.2021 - 15:30