Gotteslob – Eine Hommage an die Schöpfung

mit Werken von Georg Friedrich Händel,
Henry Purcell, Vincenco Bellini, Giuseppe
Verdi, Claude Debussy, Maurice Ravell
Olga Papikian – Sopran / Klavier
Simon Nádasi – Klavier
Hintergrund
Lobpreis der Schöpfung – wir, die Schöpfung danken unserem
Schöpfer – dafür, dass wir sein dürfen. Wir, d.h. Sie und
ich, alle Mitgeschöpfe, in dieser schönen Natur- und Kulturlandschaft.
Gott zu loben und zu danken bedeutet, seine Liebe,
die er zuerst uns und seiner ganzen Schöpfung erwiesen hat,
in Gegen-Liebe zu erwidern. „Es ist alles sehr gut!“. Gott – der
die Liebe ist – er ist Ursprung aller Welt – er führt sie auch zu
einem guten Ende. Sein Wesen ist die Vollkommenheit. Den
Menschen hat es beständig in der Geschichte dazu gedrängt,
Gott zu loben. Das auf sinnfällige Weise in den Lob-Psalmen
145 bis 150 „Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum …“,
„Lobt ihn, Sonne und Mond, lobt ihn, all ihr leuchtenden
Sterne …“, oder auch im Buch Daniel (Dan 3,57-88), wo alle
Glieder des einen Leibes der Schöpfung ihrem Ursprung die
Ehre erweisen. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang
der „Sonnengesang“ des Heiligen Franziskus von Assisi.
Das TeDeum „Hymnus des Ambrosius“ bringt das Lob auf
unseren Schöpfer auf eine sehr umfängliche und tiefgreifende
Weise zum Ausdruck. Das Wesen Gottes wird sozusagen
in allen Facetten beleuchtet. Der erste Teil des TeDeum wird
mit „Die Schöpfung huldigt Gott“ zusammengefasst: „Dich
Gott, loben wir, dich Herr preisen wir. Dir, dem ewigen Vater,
huldigt das Erdenrund.“ Wofür danken wir? Dafür, dass Gott
die Welt in Raum und Zeit erschaffen hat, wir darin leben
dürfen. Diese Dankbarkeit können wir am besten dadurch zum
Ausdruck bringen, dass wir die Liebe zu Gott in der Liebe zum
Nächsten (darin ist der Mitmensch, jedes Mitgeschöpf und die
Natur) in die Tat umsetzen. Der zweite Teil des TeDeum „Die
Kirche preist den dreifaltigen Gott“ fasst dieses Wesen der
Liebe prägnant zusammen. Gott wäre nicht Gott, wenn er für
sich allein bliebe, seine Liebe nicht verströmt. Die Liebe Gottes
drückt sich durch die Liebe in der Welt aus. Treffend fasst es
Jesus selbst im Doppelgebot der Liebe zusammen. Der dritte
Teil des TeDeum „Lobpreis an Jesus Christus“ bringt das Erlösungswerk
Gottes in seinem Sohn zum Ausdruck. Der Mensch
gewordene Gottes-Sohn hat die Pforte aus dem „Leben im Hier
und Jetzt“ zum „Leben in Ewigkeit“ aufgestoßen. Der Hymnus
des Ambrosius wird mit dem vierten Teil des Te Deum „Bitten“
abgeschlossen. Lob und Dank über die Heilstaten Gottes in
Vergangenheit und Gegenwart münden in die Bitten ein: „Rette
dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe, und führe sie und
erhebe sie bis in Ewigkeit …“. Das Bewegen im „Nicht-Mehr“
und zugleich im „Noch-Nicht“ bestimmt die Dinge unseres
täglichen Lebens. So haben wir die Möglichkeit, das Leben als
Weg zu betrachten. Als Weg zur Wahrheit, die das Licht ist, im
Wachstum an der Erkenntnis „Gott ist Licht und keine Finsternis
ist in ihm …“ (1. Joh 4,…).
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www.simon-nadasi.ch

Veranstaltungsdatum
13.06.2021 - 15:30