Tönet, Ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!

Im Glanz von Trompeten, Pauken
und Orgel

Glanzvolle Trompetenkonzerte,
meditative Werke für Corno da caccia,
und virtuose Orgelwerke von Ortiz,
Martini, J. S. Bach, Gervaise, Mouret,
Caccini, Gigout

Trompetenensemble Claude Rippas (Zürich/Stuttgart)
Prof. Claude Rippas Johannes Knoblauch, Joachim Jung,
Trompete/Corno da caccia
Uwe Arlt (Stuttgart), Barockpauken/Perkussion
KMD Friedrich Fröschle (Ulmer Münsterorganist i. R.),
Orgel


Hintergrund:
Dieser Fest-Sonntag ist ein guter Anlass, den Blick noch
einmal auf die heiligste Nacht des Kirchenjahres, der Osternacht,
zu richten. Der Osterjubel hat in uns Raum ergriffen
und wir möchten dies mit dem festlichen Konzert „Tönet,
Ihr Pauken! Erschallet, Trompeten!“ zum Ausdruck bringen.
Das leere Grab am Ostermorgen ist ein Sinnbild dafür,
dass die Liebe den Tod ein für alle Mal besiegt hat und dass
unser Weg auf Erden nicht im Grab endet. Denn seit Ostern
sind Gräber keine Gräber mehr, sondern Brücken in die
Unendlichkeit, Verheißung der Unzerstörbarkeit eines jeden
von uns. Wir sind in die Daseinsweise Gottes hineingeboren.
Es ist der Beginn der Ewigkeit – JAHWE wird für uns
Vater sein und wir für ihn Sohn sein. Immer dort, wo wir in
unserem Leben der Liebe Raum geben, werden wir spüren,
dass die Angst vor dem Tod an Macht über uns verliert.
Auferstehung – Untergang wandelt sich in Aufgang, Tod
in Leben, Verzweiflung in Hoffnung, Tränen in Lachen.
Diese schöpferische Umwandlung des Vernichtenden in
Aufbauendes ist das überwältigende Zeichen Gottes. Es ist
sein unbedingtes Zeichen, denn es stützt sich nicht auf das
Erwartbare, es hat keine natürlichen Grundlagen, aus denen
es einfach im Zeitablauf erwächst. Verwandeln ist Charakteristik
des Göttlichen. Enden ist ihm ein Anlass zu besserem
Aufgang, Unglück ein Anlass zu tieferem Glück. Es gibt den
Trost in den Tränen, nicht vor ihnen, nicht nach ihnen,
wenn sie schon wieder versiegt sind.
In der Osternacht nähern wir uns dem Geheimnis der
Auferstehung schrittweise. Was Worte nicht fassen können,
wird und in einer Fülle von Bildern, Symbolen aus dem Erbe
aller Menschheitsreligionen nahe gebracht.
Vor allem die Lichtsymbolik weist darauf hin, dass Ostern
die Ursehnsucht und die Urhoffnung der Menschheit
beantwortet. Das Osterfeuer steht für das Licht aus einer anderen
Welt. An ihm entzünden wir unsere Kerzen, die wir in
die dunkle Kirche tragen. Es erleuchtet unsere Dunkelheit.
Wenn wir unsere Kerze weiterreichen, damit ein anderer
sein Licht an ihr entzünden kann, geben wir Leben, Licht,
Wärme weiter. Wenn wir das Licht mit nach Hause nehmen,
soll es unseren Alltag mit österlichem Licht erhellen.

Veranstaltungsdatum
17.07.2022 - 14:00