„Festliche Musik für Trompete und Orgel zu Mariae Himmelfahrt“

Werke europäischer Komponisten H. Purcell, D. Buxtehude, G.F. Händel, J. M. Haydn und W .A. Mozart

Anian Schwab & Alexander Wolf (Trompeten)
Martin Focke (Orgel)

Die überaus beliebte Kombination Trompete und Orgel lässt beinahe Vergessen, dass sie eine Erfindung des 20.Jahrhunderts ist. Und wohl für immer mit dem französischen Trompeter Maurice Andre verbunden sein wird. Da es in der Musik des 17. und 18.Jahrhunderts praktisch keine Literatur für diese Besetzung gibt, sind Musiker auf Bearbeitungen angewiesen. Von denen es etlich gute und etlich nicht so gute gibt… Es gibt inzwischen auch einige Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts , die es verdienen, heuite gespielt zu werden. Die Hoch-Zeit des Instrumentes, das wir nicht ganz zutreffend als "Bachtrompete" bezeichnen gewohnt sind, lag ganz sicher in den ersten beiden Dritteln des 18.Jahrhunderts, also in einer Zeit, als die Trompete sich als Soloinstrument zu emanzipieren begann. Fast alle barocken Trompetenkonzerte, die im heutigen Musikleben (in Konzerten und Aufnahmen) eine Rolle spiellen, stammen aus dieser Zeit. Bachs Kenntnis der Trompete lag ihm sozusagen „im Blut“: er war der Sohn eines Trompeters und einer seiner Brüder war es gleichfalls. Leider gibt es ausgerechnet vom Bach kein Trompetenkonzert, wohl aber Werke, die sehr gut für Trompete und Orgel klingen. Es gibt dann in der Musikgeschichte noch ein paar „Nachzügler“ aus der Zeit nach 1760. So das Trompetenkonzert von Leopold Mozart das die Musiker des heutigen Konzertes bereits in St. Ottilien musiziert haben. Höchste Anforderungen an einen Trompeter stellt das Konzert von Michael Haydn, dass im heutigen Konzert erklingen soll. In der Musik des 17. und 18.Jahrhunderts symbolisiert die Trompete bekanntlich den himmlischen oder weltlichen Herrscher gleichermaßen. Es war für die Komponisten von textbezogenen Werken gar keine Frage, wann in der Musik eine oder mehrere Trompeten zu spielen hatten. Dass Musik mit Trompete als „besonders festlich“ gilt, ist einer der Gründe ihrer großen Beliebtheit, die ganz sicher kein Zufall ist.

Veranstaltungsdatum
15.08.2020 - 15:30