Orgelpracht

Andrea Banaudi an der Orgel

Außerhalb des weihnachtlichen Festkreises gibt es zwei Feste, die thematisch diesem Festkreis zugehören: zum einen das Hochfest der Verkündigung des Herrn am 25. März, zum anderen das Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar. Das Fest, das die Kirche am 2. Februar feiert, ist ein Fest der erfüllten Sehnsucht, der Advent ist Wirklichkeit geworden Es ist zugleich ein Fest der wachgehaltenen Hoffnung. Obwohl der Schwerpunkt und der Name im Laufe der Zeit mehrfach wechselten, kennt bereits die Kirche von Jerusalem im 4. Jh. diesen Tag als „Fest der Begegnung“. Der greise Simeon und die greise Hanna, zwei prophetische Gestalten auf der Schwelle zwischen dem Alten und dem Neuen Testament, haben sehnsüchtig auf den verheißenen Messias gewartet.

Das Ereignis, das jährlich am 2. Februar gefeiert wird, ist nur beim Evangelisten Lukas bezeugt. Es geht ihm darum, das Ineinander von Gottesgeschichte und Menschengeschichte im Leben Jesu aufzuzeigen. Um eines Gottesgebotes willen erfüllen Maria und Josef vierzig Tage nach der Geburt ihres Sohnes zwei Vorschriften: die „Reinigung“ der Mutter, bei der ein Opfer dargebracht werden soll (Lev 12), und die „Darstellung“ des Kindes (Num 18,15f). Es erinnert daran, dass Gott sein Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft herausführte. O So soll dieses Konzert dazu einladen, dass wir uns innerhalb des Kirchenjahres, zwischen dem weihnachtlichen und dem österlichen Festkreis in besonderer Weise in innerer Einkehr einer Betrachtung die Mitte unseres christlichen Erlösungsglaubens betrachten.

www.andreabanaudi.it 20

Veranstaltungsdatum
02.02.2020 - 15:30